A. Philosophische und gestalterische Aspekte

Ethisch – Experimente beziehen den Patienten und andere mit ein. Um Ergebnisse zu erzielen, müssen die Probanden die Gründe für die Experimente und ihre Ziele nicht kennen. Manchmal muss sogar die Durchführung eines Experiments geheim bleiben (Doppelblindexperimente). Manche Experimente können mit unangenehmen oder sogar traumatischen Erlebnissen verbunden sein. Dies ist ethisch Online Test Borderline inakzeptabel.
Das Prinzip der psychologischen Unsicherheit – Der Ausgangszustand eines menschlichen Probanden in einem Experiment ist normalerweise vollständig festgestellt. Aber sowohl die Behandlung als auch das Experiment beeinflussen das Thema und machen dieses Wissen irrelevant. Die Prozesse des Messens und Beobachtens selbst beeinflussen den Menschen und verändern ihn – ebenso wie die Lebensumstände und Wechselfälle.
Einzigartigkeit – Psychologische Experimente sind daher zwangsläufig einzigartig und unwiederholbar und können nicht an anderer Stelle und zu anderen Zeiten wiederholt werden, selbst wenn sie mit SELBEN Probanden durchgeführt werden. Dies liegt daran, dass die Probanden aufgrund des oben genannten psychologischen Unsicherheitsprinzips nie gleich sind. Eine Wiederholung der Experimente mit anderen Probanden beeinträchtigt den wissenschaftlichen Wert der Ergebnisse.
Die Untergenerierung überprüfbarer Hypothesen – Die Psychologie generiert nicht genügend Hypothesen, die einer wissenschaftlichen Überprüfung unterzogen werden können. Das hat mit der fabelhaften (=Geschichtenerzähl-)Natur der Psychologie zu tun. In gewisser Weise hat die Psychologie eine Affinität zu einigen Privatsprachen. Es ist eine Kunstform und als solche autark und in sich geschlossen. Sind strukturelle, interne Randbedingungen erfüllt, gilt eine Aussage auch dann als wahr, wenn sie externen wissenschaftlichen Anforderungen nicht genügt.
B. Methodik

1. Viele psychologische Labortests sind nicht blind. Der Experimentator weiß genau, wer unter seinen Probanden die Merkmale und Verhaltensweisen aufweist, die der Test identifizieren und vorhersagen soll. Dieses Vorwissen kann zu Experimentatoreffekten und Vorurteilen führen. Beim Testen der Prävalenz und Intensität der Angstkonditionierung bei Psychopathen (z. B. Birbaumer, 2005) wurde bei den Probanden zunächst eine Psychopathie diagnostiziert (unter Verwendung des PCL-R-Fragebogens) und erst dann dem Experiment unterzogen. Somit bleiben wir im Dunkeln darüber, ob die Testergebnisse (mangelhafte Angstkonditionierung) tatsächlich eine Psychopathie vorhersagen oder rückwirken lassen (d. h. hohe PCL-R-Werte und typische Lebensverläufe).